Bayer macht Marketing mit Klimaschutz. In einer Pressemitteilung erzählt Bayer, dass sie seit Anfang der neunziger Jahren der Ausstoß von CO2 mit 70% reduziert hat.
Das ist natürlich wahr, und trotzdem geschummeld. Denn vor 2 Jahre hat Bayer Lanxess ausgegründet. Lanxess ist die ehemalige Basischemie-Sparte von Bayer. Und die Basischemie ist die stromintensivste Sparte der chemische Industrie. Ich würde gerne wissen, wie der Ausstoß von Bayer und Lanxess zusammen ist in Vergleich mit Bayer am Anfang der Neunziger.
Die Pressemitteilung erschien wegen der Gründung der 3C-Initiative. 15 Großkonzerne tun sich zusammen um die Klimakatastrophe zu bekämpfen. Eine löbliche Initiative. Im achten deren neun ‘guiding principles’ steht Folgendes: ‘The expansion of a global trading scheme must be built on mutual trust and avoidance of improper use’. Fraglich ist, wie ‘mutual trust’ mit solchem Marketing zustande kommen kann.
Für mich liegt die zentrale Aussage der Initiative im 4. Punkt: ‘Greenhouse gas emissions must have a global price’. Und wer kann sich den globalen Preis erlauben? Es ist natürlich sehr lobenswert, dass diese 15 Unternehmen sich um unseren Wohlstand kümmern. Aber ich glaube nicht, dass das realistisch ist. Ich glaube auch nicht, dass diese 15 Unternehmen dieses Ziel als realistisch ansehen…
Je mehr ich über CO2 schreibe, um so mehr komm ich weg von Themen wie Risikomanagement und Stromhandel. Das war gar nicht meine Absicht. Mal schauen, wie ich wieder zurückkomme.


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[...] Climate (und war da noch was?) Vor 3 Tage habe ich schon geschrieben über die 3C Initiative. Diese Initiative hat sich auf eine CO2 Konzentration von 550 ppm [...]
[...] steigt ist größer als 80%. Trotzdem ist 550 ppm die Grenze die die Klimahelden der 3C-Allianz (ich habe schon mal dazu geschrieben) gewählt [...]