Im Blog zu der Welt der Grünen bei der TAZ fand ich ein interressanter Link. Inhaltlich, dazu später mehr, aber auch ‘oberflächlich’.
Wenn man sich die Seite der Gesellschaft für Informationsdesign anschaut, sieht man eine Medienagentur, wie es viele gibt. Man kann sich durchklicken um einige Informationen zu Tätigkeit und Referenzen zu bekommen. Nichts weisst auf eine Artikelserie von Jutta Ditfurth hin… Das führt zu der Frage, wieviele versteckte (weil unverlinkte) Informationen noch mehr im Netz liegen. Eine ganze Welt öffnet sich. Vielleicht gibt es die vom Marketing abgesegnete verlinkte Welt, und dahinter die Informationen, die den Leuten wirklich wichtig sind?
Inhaltlich war ich auch überrascht. Erstens weil mir hier Frau Ditfurths Humor zum ersten Mal aufgefallen ist. Wenn ich zitieren darf (kursiv von Frau Ditfurth, fettgedruckt von mir):
‘In Teil 1 der Serie schrieb ich, um zu bebildern, wie kosmisch weit die heutigen Grünen von den
Gründungsgrünen von 1980 entfernt sind: “Eine Petra Kelly hätte … nicht verstanden, weshalb Cem
Özdemir ein fusselfreies Outfit wichtiger ist als die dritte Welt.” Wenige Tage später hole ich mir im
Restaurant des Frankfurter “Ökohauses” etwas zu trinken. Da steht neben mir plötzlich der grüne
Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir und sieht mich wütend an:
“Ich bin der, dem die dritte Welt egal ist.”
“Ich weiß”, sage ich. Drehe mich zur Theke und warte auf meinen Milchkaffee.
Özdemir daraufhin laut und abfällig zu einer Gruppe von Jungmännern:
“Das ist die Ditfurth, eine vornehme Frau von deutschem Adel.”
Junge, Junge, dachte ich, wenn das dein Problem ist; noch ein Wort, und ich adoptiere dich.‘
Als Arbeiterkind habe ich immer meine Schwierigkeiten gehabt mit ihre Entscheidung, dass ‘von’ aus ‘von Ditfurth’ wegzulassen. Es kommt mir wie die billigste Lösung eines verständlichen Dilemmas vor. Ich glaube nicht, dass man seine Herkunft ablegt mit dem Namen.

