Meine Frau kam nach Hause von einer Fortbildung und berichtete vom Münchhausen-Stellvertretersyndrom oder Münchhausen-by-Proxy Syndrom (hier bei Wikipedia). Ich habe mich erst gewundert, welch wilden Wegen der menschlichen Geist manchmal geht. Und mich dann gefragt, ob so was ähnliches nicht auch manchmal bei Politikern auftritt?
Einfach zusammengefasst verstehe ich das Münchhausen-Stellvertretersyndrom so, dass man einer abhängigen Person etwas schlimmes zufügt um sich nachher als Retter zu inszenieren. Nach meiner Meinung machen viele Politiker ähnliches: sie betreiben Ad-Hoc-Politik (die Punktezahlen in den Umfragen dürfen nicht fallen!) und die Erfolge sind nicht immer optimal. Danach gibt es einen Haufen Opfer, die man unter den Arm greifen kann.
Harz IV könnte so was sein. Riesterrente versus Heuschreckendebatte. Oder jetzt Nokia: wieso kontrolliert die Landesregierung NRW erst jetzt, ob die Absprachen eingehalten sind? Und tut als ob das eine adekwate Antwort wäre. (Hey, ihr bösen Buben: so lange man es in NRW nicht zu dolle treibt, kann man in NRW eine Menge Geld für leeren Versprechen bekommen. Nur aufpassen, dass die Politiker irgendwann nicht dumm aus die Wäsche gucken, dann werden sie grantig. Hey, ihr dummen Finnen: hier ist bestimmt noch viel mehr zu holen. Lasst euch doch auf Verhandlungen ein. Gönnt die Politiker eine Überwindung, und 3 Cent mehr Dividende im nächsten Jahr ist machbar!)


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[...] vom Münchhausen-Stellvertretersyndrom oder Münchhausen-by-Proxy Syndrom (hier bei Wikipedia). Ich habe was dazu geschrieben. Es gab (erstaunlicherweise) sofort Suchanfragen. Am Mittwoch wurden es ganz viele. Abends [...]