Netzbelastung und Windenergie

Ich lese gerade Risk and Flexibility in Electricity‘ von Anne Ku (Hrsg.). Kapittel 2 widmet sich erneuerbaren Energieen und pulsierender Erzeugung. Die Kombi von Windenergie und Stromnetz ist interressant. Die unterschiede mit normaler Erzeugung sind

  • Keine konstante und keine vorhersagbare Erzeugung, Änderungen im Minutenbereich
  • Einspeisung in die Verteilernetze, nicht in die Übertragungsnetze. Hierdurch entsteht bei große Einspeisungsmengen einen Stromweg aus den Verteilernetze in die Übertragungsnetze. Dafür war das ganze erstmal nicht gedacht.
  • Dezentrale Erzeugung. Mit den großen Mengen an Windparks an der Küste sollte man vielleicht ‚dezentral‘ mit Gänsefüßchen schmücken.

Herr Andrew Miller stellt dabei die Frage nach Speicherung. Es gibt im Moment in Deutschland einige Pumpspeicherwerke, die sehr effizient arbeiten, zB in Goldisthal. Mit viel Windkraftwerke an der Küste und Pumpspeicherwerke in hügelige Gegenden bleibt von der dezentralen Gedanke aber nicht viel übrig. Dezentrales Management wäre vielleicht eine bessere Lösung. Strom speichern in Brennstoffzellen, oder den Stromverbrauch an der Erzeugung anpassen. Eigentlich der Traum aller Versorger, selber bestimmen zu können, wenn die Kunden abnehmen:-)
Laut Andrew Miller kann sich Dänemark aber ein großer Windkraftsanteil an seiner Erzeugung erlauben, weil Norwegen mit seiner Hydroerzeugung so nah ist. Das hat mit dezentral wieder weniger zu tun.

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