Jim Christian

Ich lese noch immer Risk and Flexibility in Electricity’ von Anne Ku (Hrsg.). Jim Christian von EnWorkz Inc. schreibt wunderbar.

Er stellt die Fragen, die ich habe: als Enron in 2001 zusammenbrach, hatte das viele Nach- und Nach-nach- und Nebenwirkungen, die sich gegenseitigt verstärkt haben. Am Ende waren die amerikanischen Händler verschwunden aus Europa, und der Markt war eine andere. Wie kann man sowas in ein Risikomodell abbilden.

Er hat ganz spannende Blickpunkte: ‚In reality, VAR only tells you how small a loss can be‘. Ein 99% VAR von 10.000.000€ sagt, daß du ungefähr 3x pro Jahr mehr als 10.000.000€ (aber nicht wieviel) Verlust hast.

Er regt sich über ähnlichen Sachen auf wie ich: ‚Spreadsheet mania‘. Spreadsheets sind wunderbare Werkzeuge. Aber Anwendungen auf Excelbasis sind schlecht wartbar, schlecht zu verteilen, und schlecht geeignet für die zentrale Verwaltung von Unternehmensdaten. Es sind Werkzeuge für einzelne Anwender, und nicht für Unternehmen.
Er hat mich neue Ansichten vermittelt: ‚“Asset-backed“ does not mean „low risk“‚. Das hatte ich mich anders gedacht: nach Enron wird in meiner Wahrnehmung der europäische Strommarkt von den Erzeugern dominiert. Aber es ist natürlich so, dass die alle zögern mit dem Bau neuer Kraftwerke, weil das eben nicht ohne ist. Das machen aber auch alle Anderen, und so ändert sich nicht viel.

Und ein neuer Link: The Committee of Chief Risk Officers. Eine Gruppe von Risikomanagern in der Energiewirtschaft.

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One Trackback

  1. […] wieder: Nein. Var beschreibt kein maximaler Verlust. Wie Jim Christian sagt: ‘In reality, VAR only tells you how small a loss can be’. Ein 99% VAR von 10.000.000€ sagt, […]

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