Privatisieren der Umweltgesetzgebung

Ich lese immer noch The Economic Dynamics of Environmental Law von David M. Driesen. Ein sehr gelungenes Buch.

Der Herr Driesen beschäftigt sich mit der Frage, wie die Umweltgesetzgebung genau so flexibel werden kann wie die Marktmechanismen, die normalerweise verschmutzende Verhaltensweisen eher belohnen als bestrafen. Ich komme jetzt an der Stelle, wo er eine Handlungsperspektive entwickelt – die letzten 4 Kapitteln.

Er beschreibt, wo heute schon Marktmechanismen zur günsten der Umwelt funktionieren. Speziell in Informationspflichten liegt ein großes Potential. Und entwickelt als Warm-Up eine radikale Vision einer privatisierten ‚Umweltsmarkt‘.

  1. Jeder, der Verschmutzung einspart, kann die Kosten einfordern von der Konkurrenz. Damit zahlen Umweltinnovationen sich aus.
  2. Jeder kann bestimmte Werkstoffe als Potenziel anmelden, und damit Innovationen in Ausstoßvermeidung dieser Stoffe von der Konkurrenz bezahlen lassen. Das kreiert eine Belohnung für Offenheit, anstatt die implizite Belohnung für Verschlossenheit, die es jetzt gibt.

Alles spannende Ideeen. In den letzten 3 Kapitteln wird er dann etwas realistischer Ideeen entwickeln. Ich freue mich schon.

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