Utz Claassen und der Atomausstieg

Utz Claassen, Commandante der EnBW, hat im Stern vorgeschlagen, der Atomausstieg und die Laufzeitverlängerung ins Grundgesetzt festzuschreiben, und mit dem Erlös den Einstieg in die regenerativen Energieen zu finanzieren. Was kann der Mann hier meinen?

Ich habe mich schon mal mit dem hin und her zum Thema Atomausstieg beschäftigt. Diesen Vorstoß von Prof. Claassen paßt in diesem Bild: Unsicherheit hält die neuen Mitbewerbern von Investitionen ab. Das wäre ein Vorteil für die EnBW. Trotzdem könnte die Politik natürlich die Idee aufgreifen. Die Ausführung würde dann auch dem hin und her ein Ende setzen. Er hat aber die Laufzeitverlängerung mit der Atomausstieg verknüpft. Das ist erstens ein Rütteln an besstehenden Absprachen, und würde die jetzigen Betreibern der Kernkraftwerke ordentlich Geld in die Kasse spülen, um die regenerativen Energieen auszubauen. Und die eigenen Positionen auf dem Strommarkt abzusichern.

Ich finde, dass man den Vorstoß so aufgreifen soll, dass Prof. Claassen gesagt hat, dass Emissionsminderung zusammen mit Atomausstieg möglich ist, um damit die CDU klarzumachen, dass sie aufhören sollen mit dem Gekasperle. Man kann den Ausstieg auch im Grundgesetz aufnehmen, ich weiss nicht, ob sie dahin gehört, aber nach der heutige Regierung wird nicht so schnell eine Regierung mit 2/3 Mehrheit zurückkommen, die das wieder umdreht. Aber die Laufzeitverlängerung soll natürlich nicht durchgezogen werden, weil damit auch der Markt für regenerativen Energieen in Händer der großen Stromunternehmen kommt, trotz dämlicher Vernachlassigung bis Dato.

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