Die Logik des Mislingens 2

Ich denke in den letzten Tagen noch wieder über ‘Die Logik des Mislingens’ von Dietrich Dörner nach. Sein Thema ist, wieso unsere angeborene Logik nicht (immer) in der Lage ist, komplexe Probleme zu bewältigen. Nassim Nicholas Taleb hat sich in ‘Narren des Zufalls‘ auch mit diesem Thema beschäftigt, und sich dabei auf Kahnemann und Tversky berufen.

Der Psychologe Gerd Gigerenzer hat sich auch mit den Vereinfachungen beschäftigt, die wir machen, um die Welt zu bew(e|ä)ltigen. Er hat sich aber mehr damit beschäftigt, wieso diese ‚Abstecher‘ funktionieren. In seinem Buch ‚Adaptive Thinking‘ greift er die Vorlage von Kahnemann und Tversky auf. Er bearbeitet deren Beispiel, und zeigt, wie die Strukturierung des Problems bestimmt, ob wir mit unserer ‚intuitiven‘ Logik das richtige oder das falsche sehen. Ich finde das einen interressanten Ausgangspunkt.

Sicher wo gerade die ‚quantitative‘ Modelle deren Schwächen in den Finanzmärkten zeigen, sollte eine ‚geschulte Intuition‘ doch wieder interressant werden.

(Wer mehr zu dem Thema ‚eingeschränkte Rationalität‘ wissen will, kann ‚Bounded Rationality‘, herausgegeben von Gigerenzer und Reinhard Selten lesen. Viele Forscher in diesem Bereich, mit ganz unterschiedenen Herangehensweisen.)

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