Genugtuung

Es macht doch Zufrieden wenn ‚Simplify your IT‘ Mitauthor Rolf Schumann sich in der Computerzeitung verteidigt. Anlass ist ein Artikel in der MIT Sloan Management Review. (Nachtrag 5. Oct: der Artikel ist inzwischen kostenpflichtig. Da wird man wohl auf Frau Bergers eigene Webseite suchen müssen.)

In dem Artikel prangert eine Cynthia Berger den verfehlten Versprechen der Standardsoftware an. Und kündigt an, dass der jetzige SOA-Welle wieder viele Leute ins Chaos stürzen wird. Genauer gesagt: SOA braucht eine Implementierungs-Horizont von vielleicht 15-20 Jahren. Die Unternehmen ändern sich in ein 5-Jahreszyklus. Das passt also nicht. Zusätzlich wird SOA bestehende komplexe Funktionalität kapseln. Das mag positiv sein beim Aufsetzen der Integration. Im täglichen Geschäft wird es aber noch schwieriger, Probleme zu finden. (Frauen denken indertat schon beim Einrichten auch ans Putzen. Die IT braucht viel mehr Frauen.)

Ein Zitat aus dem Artikel: „“Complexity is a deadly software killer,” says Yale computer scientist David Gelernter, and he argues that managing complexity is more of an art than a science, and a difficult one at that, especially given the monumental real-world systems today’s software attempts to automate.21 And to the extent that these service-oriented architectures use subsets of code from within ERP and other enterprise systems, they do not escape the mire of complexity built over the past 15 years or so. Rather, they carry it along with them, incorporating code from existing applications into a fancy new remix. SOAs become additional layers of code superimposed on the existing layers. That means it is possible that a process will fail at some point due to some fault in the layers below, and in order to understand and fix that problem, software engineers will need to deal with the layers of enterprise applications below the modular business processes.“

Cynthia Rettig verspricht also etwas ganz anderes als Simplify Schumann. Er denkt auch darüber nach. Zitat Schumann/Computerzeitung: ‚“Die Kunden und wir können aber das Rad der Zeit nicht zurückdrehen“, grübelt er über eine praktikabele Lösung.‘ Zynisch interpretiert: wenn wir die Kunden jetzt zu SOA treiben, haben wir sie auch da am Haken. ‚Simplify‘, eben. Als Berater werde ich mich also mal auf SOA einrichten, dass hält den Ofen bei mir auch warm.

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