Intelligent Commodity Hedging

Ich lese gerade Riskbooks ‚Intelligent Commodity Hedging‘, und habe das erste Kapittel gelesen. Genau wie im IEA-Report wird davon ausgegangen, dass der Bedarf an Rohstoffen steigt. (Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit Energieträger.)

Hier wird aber noch eine spannende  zusätzliche Dynamik beschrieben:

Dadurch dass die Nachfrage größer wird, werden die Vorräte geringer. Dadurch wird der Markt volatiler. Dadurch steigt der Bedarf an langfristigen Verträgen – z.B. dadurch, dass man sich selber Gasfelder oder Gummiplantagen oder Weizenfeldern oder Kraftwerke sichert. Dadurch werden Angebot und Nachfrage geringer, der Markt wird weniger ‚elastisch‘ und die Volatilität steigt. Dadurch usw. Die EEX hat dieses Jahr auch mal gesagt, dass immer mehr Handel von der Börse verschwindet, wenn ich mich richtig erinnere.

Dabei muss ich auch wieder denken an ein Artikel in ‚Risk and Flexibility in Electricity‘. Im Artikel ‚Simulation for Organisational Learning in Competitive Electricity Markets‘ beschreiben die Autoren, wie dieser Dynamik auch aktiv eingesetzt werden kann. Wenn die Erzeuger die Volatilität steigern würden, könnten sie damit rechnen, dass viele Leute an langfristigen Verträgen interressiert wären, und bereit wären, einen Aufschlag zu bezahlen.

Ich bin mir sicher, dass ich keine Ahnung habe, wie die Welt in zwei Jahren aussieht. Aber wahrscheinlich scheint die Sonne noch, weht die Wind, und erleuchtet manchmal der Mond meinen Weg.

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