Faustregeln machen uns pfiffig

Ich habe gerade einige Wissenschaftler folgen können in deren Freude an einer Entdeckung.

In ‚Simple Heuristics that make us Smart‚ beschreiben Gerd Gigerenzer und sein Team deren Arbeit. Ausgehend von Herbert Simons ‚Bounded Rationality‘ haben sie eine Theorie entwickelt, wie Menschen Entscheidungen treffen.

Der Ausgangspunkt ist einfach: die Leute, die das Ideal des rationalen Menschen entsprechen, sind schon längst ausselektiert in der Evolution. Das ging wie folgt: liefen zwei im Walde. Stand da einen Löwen. Der eine suchte die Beste Lösung, der andere der erstbeste Lösung. Der erste hat also länger gebraucht, und wurde verputzt.

Erstaunlicherweise treffen wir doch regelmäßig ganz vernünftige Entscheidungen. Die ABC-Leute beschreiben, wie sie denken, dass diese Entscheidungen zustande kommen. Sie stellen einige Regeln auf. Und dann testen sie die Hypothesen. Erstaunlicherweise funktionieren in ‚real life‘ Problemstellungen diese Faustregeln manchmal besser als wissenschaftliche Methoden wie Multiple Regression. Die Freude darüber strahlt aus dem Buch heraus, speziell beim ‚Take-the-Best‘ Algorithmus.

Danach ist das Buch eine Aneinanderreihung von Experimenten, die eine Gruppe von verwandte Heuristiken (Faustregeln) testen. Da bin ich dann zu wenig Wissenschaftler, um das noch spannend zu finden. Ich würde dieses Wissen gerne anwenden. Vielleicht etwas für das Projekt ‚Haskell Lernen‘? Ich glaube, dass ich es doch erst in Ruby umsetze.

Advertisements

2 Trackbacks

  1. By Adaptive Toolbox « – was einer so denkt – on 25 Januar 2008 at 6:44 pm

    […] Ich habe angefangen, die Algorithmen aus ‘Simple Heuristics that make us Smart‘ zu implementieren. In Ruby, […]

  2. […] allem funktionieren viele Organisationen erstaunlich gut Hier wurde auch auf Gigerenzers ‘Simple Heuristics’ eingegangen. Das hat mich sehr gefreut. Dieser Eintrag wurde von johan steunenberg erstellt […]

Einen Kommentar schreiben

Required fields are marked *

*
*

%d Bloggern gefällt das: