Die Weisheit der Vielen 2

Ich bin fertig mit James Surowieckis ‘Die Weisheit der Vielen’. Als ich vor einigen Tagen das Buch beschrieb, war mir ganz klar, was James Surowiecki bezweckt. Jetzt nicht mehr ganz.

Wenn ich es richtig verstehe, macht er im ersten Teil seine Kernaussage, und beschreibt die ‚Ja, aber’s in Teil 2. (Leider wird mir auch nie richtig klar, was die Unterteilung in 2 Teilen soll.)

Hier gibt es viele Beispiele, wieso Entscheidungen von Gruppen falsch waren. Von Börsenblasen über Staus bis zu der ‚Columbia‘-Katastrophe. Auch wird jedesmal gesagt, wo der Wurm drin steckt(e). Aber letztendlich habe ich einfach Lust, die Ärmel hochzukrempeln. Da kann der Autor natürlich nichts für. Er hätte aber auch in der Richtung schreiben können. Oder ein Teil 3 anhängen: ‚wie fangen wir an‘

Was mir auch fehlt, ist eine vernünftige Literaturliste. Er hat zwar Quellenangaben, die sind aber unvollständig und nicht systematisch (obwohl ein Sozialwissenschaftler das vielleicht anders sieht..).

Es ist ein Buch, das hilft, die Wirklichkeit noch ein zweites Mal anzuschauen. Das ist gut. Und es hilft einem leider nicht, dann tatsächlich irgendwo anzufangen. Obwohl es so viel zu tun gäbe.

Ein gravierender Minuspunkt noch: in Kapitel 11 werden Options- und Terminhandel und Leerverkäufe durcheinander gewürfelt. Ich kann natürlich nicht nachvollziehen, ob das Problem beim Übersetzer oder Autor liegt, aber es  hat nichtzu meinem Vertrauen im Autor beigetragen.

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One Trackback

  1. By Die Masse anzapfen « – was einer so denkt – on 19 Januar 2009 at 9:42 pm

    […] wie man ‘die Masse’ in Entscheidungen einbinden kann, und bezieht sich viel auf das Buch von Surowiecki. Es gefällt mir, dass Bonabeau einige Caveats anschneidet in Bezug auf die Methoden, und einige […]

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