Seestern und Spinne

Ich bin erstaunt, wie viele Bücher über dezentrale Organisationen geschrieben werden. Jetzt lese ich einige. Nach James Surowieckis ‘Die Weisheit der Vielen’ jetzt ‚The Starfish And The Spider‘.

Wieder bleibe ich mit der Frage sitzen, wie das umzusetzen sei. Es ist nicht so, dass das Buch zu anekdotisch ist. Es ist anekdotisch, aber das macht es besser verdaulich. Auch haben sie einige sehr interessante Beispiele, die als roter Faden durch das Buch führen.

Das Buch beschreibt, was der Kraft dezentrale Organisationen ist. Wie dieser Kraft die Geschäftswelt beeinflusst, wie er politisch wirken kann, und auch, was man dagegen machen kann, was eine dezentrale Organisation zusammenfallen lassen kann. Das zentrale Kapitel handelt aber vom Katalysator. Ein Katalysator ist jemand, der Netzwerke entstehen lässt, ohne dabei eine zentrale Rolle einzunehmen. Und diese Rolle des Katalysators wird nach meinem empfinden so ins Rampenlicht gerückt, dass ich mit der Frage sitzen bleibe: ‚Ich bin kein Katalysator. Und nun? Wo knüpfe ich an?‘

Weiter im Buch werden ‚hybride‘ Organisationen gezeigt, die die Kraft zentraler Strukturen mit verteilte Strukturen kombinieren. Ebay, mit ihrem Erfolg, der auf Bewertungen der Anwender untereinander aufbaut, aber natürlich ein traditioneller Struktur mit CEO usw. hat.  Toyota, mit ganz viel Entscheidungsfreiheit für die Leute am Band.

Ich muss die Rhizom-Bücher mal wieder aus dem Schrank holen… Vielleicht fängt jetzt auch die Generation, die die Vorlesungen zur Postmoderne besucht haben, an, Business-Bücher zu schreiben. 🙂

mein nächstes Lesefutter: ‚WE are smarter than me‚ und ‚Swarm Creativity

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One Trackback

  1. By Swarm Creativity « – was einer so denkt – on 14 April 2008 at 11:00 am

    […] The Starfish And The Spider […]

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