Umwelt-Wirtschaftsethik 2

Da war ich: eine Umwelt-Wirtschaftsethik Veranstaltung von u. A. Unternehmensgrün.

Um 5 aufgestanden, im Zug erst mal weitergeschlafen, dann angefangen, ‚Extremely Loud And Incredibly Close‘ von Jonathan Safran Foer zu lesen. Ein sehr trauriges Buch. Ich werde darüber schreiben, wenn ich es fertig gelesen habe.

Die Vorträge waren nett, ich weiß nicht ganz, ob ich deswegen nach Berlin hätte fahren müssen. Ich habe einige Anregungen bekommen, die ich ansonsten nicht bekommen hätte, das stimmt. Aber eine richtige Diskussionsveranstaltung war es nicht. Man konnte den Referenten Fragen stellen, und die haben geantwortet, Hermann Scheer noch weniger, weil er schon wieder schnell weg musste. Ich wünsche mir eigentlich mehr Diskussionsveranstaltungen, wo die Teilnehmer auch miteinander diskutieren, in der großen Runde und nicht nur nachher beim Bionade trinken.

Hermann Scheers Bild zu den CO2-Zertifikate hat mir gefallen 🙂 Er hat den Vergleich gezogen mit einem anderen globalen Problem, dass auch schlecht im Griff zu kriegen ist: Drogenhandel. Daraus hat er das Bild gesponnen, dass wir jetzt Rechte vergeben, sag mal, für 94% der Drogenproduktion. Die Anbauer und Händler bekommen die Rechte zugewiesen, auf Basis früherer produktion, und wer mehr produziert, sollte sich die Rechte besorgen.

Nachdem ich schon relativ lange aus allen Richtungen (inklusive Greenpeace, BUND und Heinrich Böll Stiftung) Lobgesänge auf die Zertifikate anhören muss, habe ich mich sehr gefreut.

Auf dem Rückweg habe ich weiter ‚Extremely Loud And Incredibly Close‘ gelesen. Die Tränen standen mir in den Augen, aber ich bin doch nicht so frei, dass ich im Zug weine.

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