Der Erfolg von GM

Es ist etwas merkwürdig, gerade jetzt ein Buch zu lesen, dass die erfolgreiche kundenorientierte Prozesse bei GM beschreibt.

Als ich in Juni am MIT war, hatte Mark Paich über die Entwicklung von OnStar erzählt, eine der wenige Hoffnungsschimmer von GM im Moment Das gesammte Geschäftsmodell ist mit System Dynamics durchmodelliert, und Mark hat sich viel auf das Buch ‚Meeting of the Minds‚ von Vince Barabba bezogen.

Jetzt habe ich das Buch gelesen. Das Teil, das in Mark’s Vortrag zum tragen kam, versteckt sich im letzten Kapittel. Das Buch beschäftigt sich viel mit der traditionellen Silo-Struktur großer Unternehmen – das ist auch immer noch aktuell, glaube ich – und bezieht in den Gedanken über Wandel stark auf die ‘V. Disziplin’ von Peter Senge.

Alles gar nicht schlecht. Trotzdem wurde ich nicht richtig warm mit dem Buch. Die aktuellen GM-Zahlen waren noch gar nicht den Grund, sondern die Herangehensweise. Ich glaube, dass Toyota in der Zeit schon bekannt war bei GM. Trotzdem bezieht Barabba sich kaum auf Toyota. Er bezieht sich auf Xerox, er bezieht sich auf Procter and Gamble, er bezieht sich auf Ford und Chrysler, und letztendlich bezieht er sich hauptsächlich auf GM.Ich glaube, dass das Buch in erster Ansatz gedacht war, die GM-Belegschaft an die Zukunft heran zu führen. Dass ich es gelesen habe ist eher Zufall.

Also: wenn man die ‘V. Disziplin’ gelesen hat kann man dieses Buch im Regal stehen lassen. Es ist nicht schlecht, aber heute eher überflüssig.

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2 Comments

  1. Posted 28 Dezember 2008 at 9:23 pm | Permalink

    Hallo Johan,

    March Paich habe ich letztes Jahr auch in Business Dynamics erlebt. Sehr genialer Typ;-)

    Danke für die Hinweise mit den Buchtips, die kannte ich noch gar nicht. Übrigens hat Toyota gemeinsam mit GM ein Werk in Joint-Venture am laufen (NUMMI). Leider hat sich das Wissen von dort nicht die große Organisation von GM durchsetzen können (genauso wenig wie das Konzept der Lernenden Organisation bei Ford – sie sind wieder dran und @ScottMonty macht als Head of Social Media and Communications eine sehr gute Figur). Unvorstellbar, dass in den 80er mal über 800.000 Menschen für GM arbeiteten.

    Etablierte Organisationen sind immer schwierig von ihrem einmal beschrittenen Weg (ob dieser gut oder schlecht ist spielt keine Rolle) abzubringen, schlicht auf Grund der Massenträgheit.

    Schöne Grüße

    Ralf

  2. Posted 29 Dezember 2008 at 11:23 am | Permalink

    Länder machen so was mit einer Revolution. Schon beächtlich, was Russland 2x im letzten Jahrhundertgeschaft hat…


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