DIW Berlin: Auf Konjunkturprognosen verzichten!

DIW Berlin: Auf Konjunkturprognosen verzichten!

Der GLOCALIST, mit dem Motto: ‚Eine andere Information ist möglich‘, zitiert DIW-Chef Zimmermann:

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) Klaus Zimmermann mahnt die politische Verantwortung von Ökonomen an. Angesichts der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise warnt er vor einem Abwärtswettlauf der Konjunkturprognosen. Diese könnten derzeit eine politische und ökonomische Dynamik entwickeln, die sie zu sich selbst erfüllenden Prophezeihungen macht und die Krise noch verschärft.

„Wenn wir jetzt über die politische Verantwortung all derer diskutieren, die mit ihren Einschätzungen die öffentliche Wahrnehmung prägen und das Verhalten unzähliger Akteure beeinflussen, dann ist das absolut angebracht“, so Zimmermann. Angesichts der extremen Unsicherheit von Konjunkturprognosen äußerte der DIW-Präsident gegenüber der Financial Times Deutschland, es gehöre zur intellektuellen Redlichkeit festzustellen, dass das genaue Ausmaß der Finanzkrise derzeit nicht exakt beziffert werden könne.

Die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen statt muntere Prognosen, so wie die Deutsche Wirtschaft 2007 wuchs trotz anderen Ausblicke u.A. der DIW. Ich glaube, dass der Herr Zimmermann nicht sagen möchte, dass er keinen Schimmer hat, und dann lieber nichts sagt. Nochmal in der Wiederholung:

es gehöre zur intellektuellen Redlichkeit festzustellen, dass das genaue Ausmaß der Finanzkrise derzeit nicht exakt beziffert werden könne

Ethisch, so ein Unsinn.

Nachtrag: ich sehe, dass CalculatedRisk sich auch aufregt. Über die Ethik der Wirtschaftswissenschaftler und deren Prognosen. Über den Optimismus, der nicht angezweifelt werden durfte und der uns in die krise gebracht hat. Aber ich werde nicht anfangen zu schimpfen.

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