Bewusstsein als soziales Phänomen

Ich habe Charles Whitehead’s ‘the origin of consciousness in the social world‘ zu Ende gelesen.

Es ist ein interessantes Buch. Der soziale Aspekt unser Bewusstsein wird aus vielen Blickwinkel beleuchtet. Einige Artikel waren mir zu spezialisiert, wie ein Artikel zur ‚Musical Narrative and Motives for Culture in Mother-Infant Vocal Interaction‘. ‚Cultural Neuroscience of Consciousness: From Visual Perception to Self-Awareness‚ von Chiao, Li und Harrada fand ich dafür ganz schön. Die Autoren skizzieren, wei unsere Wahrnehmung vom ‚Ich‘ kulturell bestimt wird. Das ist genau die Frage, die ich mir auch stelle.

Chris Knight’s ‘Honest Fakes‘ and Language Origins erklärt Sprache als eine Weiterentwicklung des Spiels. Wir haben schon gespielt, gefaked, als wir noch nicht reden konnten. Wir haben aber auch zusammengearbeitet. (Warum zeigen Affen nicht? Weil sie konkurieren. Sie haben keinen Anlass, ein Standpunkt zu teilen.) Der Knight ist auch weiter ein interessanter Wissenschaftler – und vor Kurzem in den Nachrichten…

Charles Whitehead selber beschäftigt sich sehr mit der neuronale Seite des sozialen Bewusstseins – das ist schade. Und am Ende des Buches geht es ins parapsychologische. Da komm ich nicht mehr mit.

Insgesamt: ein toller Überblick über verschieden Forscher nach den sozialen Aspekten des Bewusstseins. Mir war es aber zuviel Hirn. Für mich ist immer noch die Frage, wo ich aufhöre und Du anfängst. Diese Frage entstand bei der Lektüre von Andy Clark und William Teed Rockwell, die Beschreiben, dass der Bewusstsein nicht nur im Hirn sitzt, sogar nicht nur innerhalb unseren Knochen, sondern darüber hinaus geht. Ich will also mehr Forschung zu Tanz, zu Düfte, zu Körperkontakt.

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