Klima der Gerechtigkeit » Blog Archive » Scheinheilige EU

Klima der Gerechtigkeit verweist auf ein Interview mit WWFs Stefan Singer.

Ein Auszug:

Die Europäische Union spiele mit der Atmosphäre „Streiche“, da sie behaupte ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, so Stefan Singer, Direktor des WWF für globale Energiepolitik. In einem Interviewexternal mit EurActiv erklärte er, dass die eigenen Emissionen der EU nur 4 bis 5 Prozent ausmachen würden.Was wir getan haben, ist das Niveau, welches die EU anstrebt, mit dem zu vergleichen, was es in Wirklichkeit bedeutet. 20 Prozent Emissionssenkungen von der EU bis zum Jahr 2020 auf die Niveaus von 1990 bedeutet nicht mehr als 4-5 Prozent Emissionsreduktionen im Inland.
[…Erklärung…]
Wenn wir unter der 2°C-Grenze der globalen Erwärmung bleiben wollen, gibt die EU vor eine 20-prozentige Senkung vorzunehmen. Zusätzlich verlangt sie von Entwicklungsländern ihre Emissionen um 15-30 Prozent zu senken. Das ist Betrug. Das hilft doch nicht dabei die 2°C zu erreichen.“

Er erklärt, was Entwicklungsländer machen, und wo wir bei unseren Kyotoverpflichtung zu Wissenstransfer versagen:

„Europa hat es verschlafen den Entwicklungsländern zumindest ein Minimum an Geldern zu geben, indem man auf eine sehr arrogante Weise sagte, dass man sich in Verhandlungen befindet und sehen will, was die anderen unternehmen“.

„Dies sei ein Rezept für eine Katastrophe und Europa wird dafür von den Entwicklungsländern zur Rechenschaft gezogen werden“, so Singer.

Die EU ist kein Vorreiter in Sachen Klima. Mein These ist, dass das gerade wegen des Emissionshandels ist.

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