FTD-kommentar: Die Klimalobby irrt

Giedeon Rachman hat ein bissiges Kommentar in der FTD geschrieben.

Er kritisiert die hohe Erwartungen, die die ‚Klimalobby‘ an Copenhagen hat. Hier das Ende des Artikels, aber es lohnt sich, das ganze Artikel zu lesen.

Der Wirtschaftsprofessor Nicholas Stern legt in einem einflussreichen Bericht dar, dass der Übergang zu einer Volkswirtschaft mit geringem CO2-Verbrauch dann möglich und bezahlbar ist, wenn er mit einem beständigen Wirtschaftswachstum einhergeht. Führende westliche Politiker bekräftigen, daran zu glauben, und sprechen lässig von den "grünen Jobs" der Zukunft. Aber es gibt wenig Anzeichen dafür, dass sie ihren Aussagen Taten folgen lassen und die Kosten für fossile Brennstoffe anheben oder in notwendige alternative Energien investieren. Alle Politiker, die an den Verhandlungen zur Erderwärmung beteiligt sind, wissen, dass es sich für ein Land nicht lohnt, allein vorzupreschen, da es zumindest kurzfristig ernste Schäden für seine Wirtschaft riskiert, ohne dass es das globale Problem löst.

Der Stand internationaler Verhandlungen ist ein großes Dilemma für Klimawandel-Aktivisten. Für viele würde das Scheitern eines internationalen Übereinkommens in Kopenhagen eine Katastrophe darstellen. Aber die Aktivisten wissen auch, dass eine eventuelle Einigung schwach und ineffektiv wäre. Wenn sie das öffentlich zugeben, riskieren sie, ein Klima der Verzweiflung und Passivität zu erzeugen. Wenn sie weiter Druck machen, stecken sie ihre ganze Energie in einen Vorstoß, der höchstwahrscheinlich die Erwartungen nicht erfüllen wird.

Es ist ein schreckliches Dilemma. Aber in schwierigen Situationen beginnt man am besten damit, die Tatsachen zu akzeptieren. Das Problem ist, dass beide Seiten der Klimawandel-Debatte in unterschiedlicher Art und Weise die Augen vor der Realität verschließen.

Also: doch selber machen, nicht abwarten, bis auf politische Ebene Bewegung entsteht.

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