Symposium zum Klimawandel Aurich

Gestern war ich wie gesagt im Europahaus in Aurich bei einem Symposium zum Klimawandel.

Das Symposium war die Abschlußveranstalltung von einem Projekt, um die Klimapolitik aus Brüssel mit der Realität in Ostfriesland zu verknüpfen. In den Worten der kampagne K:

Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung der Bevölkerung in der niedersächsischen Küstenregion für die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Lebenswelt und die Zukunftsperspektiven der nachfolgenden Generationen.

Im Rahmen von Fachvorträgen, Seminaren, Bürgerdiskussionen, Exkursionen und Aktionstagen werden die Bürgerinnen und Bürger sowie andere lokale Akteure über die EU-Maßnahmen und Strategien zur Entwicklung einer integrierten europäischen Klima- und Meerespolitik informiert. Zudem wird ein Forum für die Begegnung und den Austausch mit politischen Entscheidern geboten.

Im Saal saßen Interessierte, Politiker, Menschen aus der Verwaltung, Windparkbetreiber, eine bunte Truppe. Schirmherr des Tages war der lokaler Europaparlamentarier Matthias Groote. Der hat mich gefallen: einer, der zu einer resoluten Klimapolitik steht und auch die Nähe zu und die Auseinandersetzung mit der Regio sucht. Ich werde noch mal eine Auseinandersetzung mit ihm suchen zum Thema Emissionshandel 🙂

Einige Vorträge hatten auch für mich noch neuen Informationen – speziell der Vortrag von Professor Berz. Er zeigte, dass die gemessenen CO2-Werte in der Atmosphäre die meist pessimistischen Szenarien der IPCC noch übertreffen.

In der Debatte um der Nahrungskonkurrenz von Bioenergie fand ich Professor Peinkes Einwand überraschend. Er erklärte, dass früher 10% der Landwirtschaftsflächen auch für den Transport bebaut wurden: die Pferde brauchten Hafer!

Am Nachmittag gab es einige Workshops. Ich habe mich da zur Workshop mit dem Thema ‚Energiemix der Zukunft‘. Eigentlich ein Heimspiel, aber es sollte auf Ostfriesland zugespitzt sein. Es gab einige Windparkbetreiber in der Runde, und ein Landwirt, der wie anderen Landwirten in seiner Gemeinde schon länger ein Windrad stehen hat. Mir wurden da noch mal einige Komplikationen des Repowerings und der Investorenschwemme im Bereich der regenerativen Energie klar. Bei Einigen gab es eine ganz große Befürchtung, dass die Dimensionen im Bereich der regenerativen Energien (z.B. im Offshore-Bereich) so werden, dass nur die ganz großen Unternehmen investieren können. Mein Einwand, dass Bard doch Mittelständler sei, wurde mit Hohngelächter vom Tisch gefegt, weil hinter Bard doch wohl Gazprom stehe. Ich weiss es nicht.

Ich bin ganz froh, dass ich da gewesen bin – ich fand es ein inspirierender Tag.

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