Das Netzparitätsproblem

Bei der Einführung des EEG ging man davon aus, dass irgendwann die erneuerbaren Energien eine Netzparität erreichen würde. Diese wird nie erreicht werden.

Netzparität bedeutet, dass die Kosten für die Herstellung von Strom aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich Kapitalkosten, durch Kostensenkung der Anlagen irgendwann gleich sind an die Stromreise, die an der Börse erzielt werden. Die sogenannte Stromgestehungskosten (variabele Kosten, Genzkosten, Deckungsbeitrag, das, was für die Herstellung jeder extra kWh ausgegeben werden uss) für Wind- und Sonnenstrom gegen Null tendieren.

Es wurde nicht berücksichtigt, dass die erneuerbare Energien den Strompreis irgendwann (und zwar jetz) masiv beeinflüssen oder sogar (bei einer 100%ig erneuerbaren Energieversorgung) ausmachen. Und der Stromreis an der Börse basiert auf die Grenzkosten. Netzparität wird also erst bei einer Preis von 0,000€/MWh erreicht. Das wird nicht reichen, um Investitionen zu amortizieren.

Für diese Betrachtung ist es irrelevant, ob der Strom aus erneuerbaren Energien direkt an der Börse vermarktet wird oder ob der Strom über das Umlagesystem vergütet wird.

In der Konsequenz kann die Annahme der zukünftigen Netzparität nicht mehr in der alten Form verwendet werden. Und ich vermute, dass ein weiteres Nachdenken noch mehr Konsequenzen zeigen wird.

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